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DFI vs. BTC - ein Sparplanvergleich

Normalerweise wollen Autoren den "Cost-Average"-Effekt bei Sparplänen gerne mit besonders herausragenden Zuwächsen darstellen, um das monatliche Sparen - oft auch als DCA (Dollar Cost Average) bezeichnet - in einem guten Licht darstehen zu lassen.


Klar, der Vorteil eines monatlichen Sparplans liegt darin, bei langfristig steigenden Preisen eines Assets mit hoher Preisfluktuation (Volatilität) bei niedrigen Kursen mehr gekauft zu haben.

Leider gibt es aber auch Bärenmärkte; und wer mitten in solcher Depressionsphase Bilanz zieht, kann speziell bei Sparplänen, die noch nicht lange laufen, noch keine Gewinne verbuchen.


Da aber gerade jetzt die attraktivste Ansparphase für einen Sparplan ist, geht es mir hier darum, einmal einen Vergleich zwischen einem #Bitcoin-Sparplan und einem #DFI-Sparplan zu zeigen. Natürlich kann ich nicht mit langfristig positiven Ergebnissen eines fünf oder Zehn-Jahres-Sparplans aufwarten.

Im ersten Jahr des Bestehens der #Defichain gab es nur Börsenlistings mit sehr geringer Liquidität (z.B. Latoken) - erst mit Aufnahme des $DFI-Listings auf Bittrex am 16.Oktober 2020 sind die Kurse in meinen Augen aussagekräftig.

Mein Sparplanvergleich geht daher nur über 26 Monate, in denen alle Sparpläne deutlich an Wert verloren haben.


Da nicht alle deutschsprachigen #Defichain- und #Bitcoin-Anleger im Euroraum wohnen, habe ich die Ergebnisse auch in Dollar ausgewertet. Sorry, liebe Schweizer.

Zunächst zu meinen Grundannahmen:

- Kauf jeweils am 15 . eines Monats mit identischem Betrag (kein Timing, kein Nachdenken, keine Gefühle)

- $DFI- und $BTC-Kurse von Bittrex (Tagesschlusskurs mit vier bzw. acht Nachkommastellen)

- Gekaufte Anteile unter Berücksichtigung von 0,25% Kaufnebenkosten


Im Betrachtungszeitraum hat sich der abschwächende Euro insofern positiv bemerkbar gemacht, als vor zwei Jahren 100 Euro noch deutlich mehr Wert waren als 100 Dollar, also für die Berechnung der Euro-Sparplan eigentlich höher als der Dollar-Sparplan war!


Der "Safe-Heaven"-Sparplan mit Bitcoin kommt nach 26 Monaten und einer insgesamt eingezahlten Summe von 2600 Dollar bzw. Euro auf einen #BTC -Bestand von

Dollar-Sparplan 0,08783182 btc am 15.11.2022 ein Gegenwert von nur noch 1481,10 Dollar

Euro-Sparplan 0,09764791 btc am 15.11.2022 ein Gegenwert von nur noch 1646,63 Euro


Mit dem Dollar-Sparplan sind wir also 43,04 % im Minus - angesichts des Kursrückgangs von 75% vom Hoch meines Erachtens aber nicht desaströs. Der Euro-Anleger hat sogar nur 36,67% verloren.


Die große Frage für mich war aber, wie sich ein Sparplan mit dem viel volatileren #DFI, der vom Hoch ja sogar fast 92 Prozent eingebüsst hat, dagegen schlagen kann. Ist der konservative #Bitcoin gerade jetzt im Bärenmarkt nicht viel besser/sicherer?


Um mit der - den Älteren sicher noch bekannten - Radio Eriwan-Antwort zu beginnen: "Im Prinzip ja, aber..."


Mit dem reinen monatlichen Anteilekauf kommt der DFI-Sparer nur auf

Dollar-Sparplan 2290,1365 DFI am 15.11.2022 ein Gegenwert von nur noch 1123,99 Dollar

Euro-Sparplan 2563,3385 DFI am 15.11.2022 ein Gegenwert von nur noch 1258,08 Euro


also zu höheren Verlusten von 56,77% bzw. 51,62% - nicht schön, aber damit hätten wir ja den Vorteil des "Proof-of-Stake"-Konzeptes der #Defichain ungenutzt gelassen. Bereits zum Start unseres Sparplans hat der Servicedienstleister #CakeDefi aber schon Kleinanlegern die Teilnahme am Staking angeboten.

Bei meiner Berechnung hatte ich nun die Problematik die Stakingrenditen rückwirkend einzusetzen. Leider änders sich diese jedoch nahezu täglich, da nicht nur die (berechenbaren) rückläufigen Blockchain-Belohnungen (rewards) sondern auch die Anzahl der Masternodes und das Verhältnis von normalen zu 5/10-Jahres nodes maßgeblich für die Rendite sind. Ich habe daher - obwohl ich höhere Renditen in Erinnerung habe - der Einfachheit halber einen Rückgang von einem Prozentpunkt pro Monat angenommen.


Die Ergenisse unter Berücksichtigung des Stakings sind weitaus erfreulicher:

Dollar-Sparplan 3360,5904 DFI am 15.11.2022 ein Gegenwert von nur noch 1649,37 Dollar

Euro-Sparplan 3820,8517 DFI am 15.11.2022 ein Gegenwert von nur noch 1875,27 Euro


Mit dem systemtypischen Staking liegen die temporären Verluste also nur noch bei rund 36,57 Prozent beim Dollar Sparplan und sogar nur 27,88 Prozent für den Euro-Anleger.


Die Ergebnisse der #DFI-Sparpläne mit Staking liegen also deutlich besser als die der #Bitcoin-Sparplänse.


Aktuell muss man bedenken, dass wir im Bärenmarkt vermutlich in der Nähe des Bodens sind und daher ein Sparplan besonders aussichtsreich ist. Auch ein weiterer Kursrückgang kann den Sparplan-Nutzer nicht beunruhigen - ganz im Gegenteil: man kauft ja mehr Anteile, die dann im Bullenmarkt ansteigen...


Am einfachsten kann man heute einen Sparplan über #DFX aufsetzen, in dem man nach Einrichtung einfach bei seiner Hausbank einen Dauerauftrag einrichtet. Das Team von #DFX kümmert sich um alles und bucht die gekauften Anteile ins persönliche Wallet ein. Aus dem Wallet können die DFI dann einfach monatlich nach dem Kauf zu #Lock ins täglich verfügbare Staking gegeben werden. Hier wäre eine Automatisierung nur mit einem Wallet-Zugriff möglich, was für #Lock aber nicht in Betracht kommt. Da die Anteile durch den Dauerauftrag aber bereits erworben wurden, ist der letzte manuelle Schritt nicht mehr zeitkritisch für den "Cost-Average"-Effekt.




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